Lamya Kaddor 2015 zu 2018: Wie sich unser Deutschsein verändert

 

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus besuchte am Dienstag, den 12.03.2019 Lamya Kaddor die Frauenkirche zu Meißen. Mehr als 100 Personen besuchten den Vortrag der international einflussreichen Islamwissenschaftlerin aus Duisburg.

Nach einführenden Worten durch Superintendent Andreas Beuchel und Gerlinde Franke, Leiterin der Migrationsberatung der Diakonie Riesa-Großenhain, referierte Frau Kaddor zu den Themen multikulturelle Gesellschaft, Integration und Identität bzw. Heimat. Sie plädiert für einen Pragmatismus, den Zuwanderungstrend in der Gesellschaft zu akzeptieren, welcher sich auch künftig fortsetzen wird, und Deutschsein als „Mosaik“ zu begreifen. Dabei bildet die Verfassung, welche Normen und Werte aller schützt, die Grundlage eines Wir-Gefühls.

Im Anschluss blieben ca. 45 Minuten für eine gemeinsame Diskussion mit dem Publikum. Unter anderem wurde gefragt, in welcher Form Bürger Alltagsrassismus couragiert entgegentreten können. Eine einfache Meinungsäußerung und Stellungnahme sei dabei schon enorm hilfreich. Frau Kaddor unterstrich dies mit einigen Beispielen aus der eigenen Familie bzw. aus dem Alltag in Nordrhein-Westfalen. Weitere Fragen drehten sich um Bildungschancen von Zuwanderern und inwieweit Religion ein Mittel zu mehr oder ein Hindernis von Integration sei.

Die Migrationsberatung der Diakonie Riesa-Großenhain dankt allen Partnern für die Unterstützung der Veranstaltung.

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