Erlebnisfest der Sinne in Großenhain

 

Erlebnisfest der Sinne, Großenhain 23./24.06.2019

Am vorletzten Wochenende im Juni 2019 hat das Team der Migrationsberatung der Diakonie Riesa-Großenhain gGmbH das in Großenhain alle zwei Jahre stattfindende Kulturfestival „Erlebnisfest der Sinne“ mit mehreren Aktionen rund um das Thema „Wahrnehmung“ tatkräftig unterstützt.
Zum einen gab es eine Bude mit kulinarischen Angeboten, zum anderen eine riesengroße Jurte, welche als Unterstand für diverse activity-Angebote diente.

Schmecken
Im Schlemmertempel wurden rund um die Uhr leckere Speisen aus verschiedenen Ländern gereicht, u.a. Pelmeni nach Originalrezept, Humus mit Fladenbrot, gegrillten Schaschlik und Kebabspieße, selbstgemachten Ayran. Im Vorfeld sind all diese Speisen von Mitarbeitern und Klienten in liebevoller Handarbeit zubereitet worden. Dass sich an beiden Tagen, besonders in den Abendstunden, Besucherschlangen vor der „Fressbude“ bildeten, war den betriebenen Aufwand in jedem Fall wert.
Als Highlight hatten wir in der Jurte zudem eine Shisha-Lounge aufgebaut, in der man auf Palettenmöbeln gemütlich verweilen konnte. Besucher waren eingeladen, bei den hochsommerlichen Temperaturen eine kleine Pause einzulegen, den Besucherstrom zu beobachten und dabei Wasserpfeife zu rauchen. Übrigens hat die Shisha ihren Ursprung in Indien oder Persien und leitet sich aus dem persischen Wort „Schische“ – „Glas“ ab.

Riechen
Wer dagegen Nasendetektiv spielen wollte, konnte sich beim „Geruchsmemory“ probieren. In 10 Gläsern versteckten sich seltene Gewürze aus aller Welt, z.B. Tonkabohne (Südamerika), Annattosamen (Karibik), Curryblätter (Sri Lanka) und Chinesisches Süßholz. Wer diese Düfte zuordnen konnte, gewann ein Diakonie-Armband und erhielt, darüber hinaus, ziemlich viel Wissenswertes über deren Herkunft und Verwendungszwecke. Am Holztresen, aus Paletten mühevoll zusammengezimmert, konnte dann auch die Zunge exotisch verwöhnt werden: mit arabischem Kaffee samt Kardamom, Dattel-Dreierlei u.v.m.

Tasten, Hören und Sehen
Für Besucher mit Rhythmus im Blut standen afrikanische Trommeln, eine Cajón („Kistentrommel“) und einzelne Bongos bereit. Kleine und große Besucher konnten sich so non-verbal begegnen.
Am Samstagnachmittag besuchte uns extra eine Gruppe afghanischer Männer, die ein Konzert spielten. Dann waren auch andere Klänge, z.B. die einer „Tamboor“, zu hören. Einige der Musiker zeigten einen traditionellen Tanz. Viele der Passanten kamen deswegen zwar nicht ins Zelt, blieben jedoch neugierig und aufmerksam stehen.


Die Beteiligung am Erlebnisfest der Sinne zählt zu den Veranstaltungshöhepunkten 2019. Wir bedanken uns ausdrücklich bei allen Partnern und Unterstützern. Wir freuen uns darüber, mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen zu sein. Noch wichtiger ist aus unserer Sicht jedoch, die Ressourcenvielfalt anderer Kulturen aufgezeigt zu haben. Menschen, die zu uns kommen und das Kulturgut mit sich tragen, sind in der Regel glücklich über die Chance, sich so aktiv in die Gesellschaft einbringen zu können.

Text: Felix Kim

https://www.diakonie-rg.de/aktuelles_erlebnisfest_der_sinne_in_grossenhain_de.html