Wer kann Dienst in der Notfallseelsorge tun?

Sie haben Zeit neben dem Beruf und der Familie? Sie sind in den Ruhestand getreten und fühlen sich fit, Ihre soziale und kommunikative Kompetenz einzubringen oder weiterzuentwickeln? Sie haben persönliche Erfahrungen in der Bewältigung von Krisen und Abschieden und würden Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen gern Anderen zur Verfügung stellen? In der Notfallseelsorge finden Sie dafür ein gutes Angebot. Sie begleiten Menschen in schwierigen Lebenslagen, z.B. nach dem Tod von Angehörigen oder nach Unfällen. Sie begleiten Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei in solchen Situationen. Dafür braucht es eine spezielle Ausbildung, die bei Ihren Lebenserfahrungen anknüpft und weitere nötige Kompetenzen schult, um mit Krisensituationen umgehen zu können. Die Aufgaben sind nicht immer leicht. Jeder Einsatz wird im Team nachbereitet und ggf. supervisorisch durchgesprochen. Sie lernen viel für künftige Einsätze und für sich selbst. Das erfüllt. Notfallseelsorge ist darum immer an Teamarbeit gebunden, nicht nur während der Einsätze, sondern auch in der Aufarbeitung. Dabei bestimmen Sie, wie oft und wie viel Zeit Sie in dieses Ehrenamt einbringen möchten. Verbindlichkeit und eine kontinuierliche Bereitschaft für Einsätze in den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung sind allerdings Bedingung, damit die Ausbildung vor Ort der Arbeit nützt.

Folgende soziale und persönliche Vorsausetzungen erleichtern den Einstieg:

  • psychische und physische Stabilität und Belastbarkeit, persönliche Reife
  • sozial gut integriertes Umfeld
  • im letzten Jahr keine traumatischen Erfahrungen
  • Fähigkeit zur Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Eigenverantwortlichkeit und Teamfähigkeit
  • Anerkennung und Wahrung der Schweigepflicht
  • ökumenische Offenheit und Achtung anderer Religionen, Weltanschauungen und Kulturen
  • Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit Tod und Trauer
  • Bereitschaft zur Einbeziehung religiöser Rituale in die Arbeit
  • Bereitschaft zur Ein- und ggf. Unterordnung in der Kooperation mit Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei und innerhalb des Notfallseelsorgeteams.

Sie sind bereit für folgende Aufgaben:

  • Wahrnehmung von Rufbereitschaften
  • In der Regel Teilnahme an den Teamtreffs (im Jahr mindestens 4 x)
  • Teilnahme an Fortbildungsabenden (vier Angebote im Jahr, die Teilnahme an einer Veranstaltung ist verpflichtend)
  • Teilnahme an der Supervision (etwa vier Angebote im Jahr, die Teilnahme an zwei Supervisionen ist verpflichtend)
  • bei Bedarf weitere Angebote zur Einsatznachsorge
  • Bereitschaft, im Notfall für Menschen da zu sein (mitunter auch außerhalb der regulären Rufbereitschaft)
  • Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement
  • Nutzung des eigenen PKWs für die Fahrt zur Einsatzstelle.

    Im Einsatz sind Sie versichert, auch mit PKW. Schutzkleidung und andere Hilfen werden gestellt. Kilometergeld nach den üblichen Sätzen im Öffentlichen Dienst wird erstattet.
http://www.diakonie-rg.de/notfallseelsorge_wer_kann_dienst_in_der_notfallseelsorge_tun_de.html