FAQ mal anders

In Deutschland kann jeder einreisen und bleiben, wie es ihm gefällt.

Das ist eine Fehlinformation, die sicher auch in manchen Herkunftsländern verbreitet ist. Wer aus einem Land kommt, das als „sicher“ eingestuft ist, hat keine Aussichten auf ein Bleiberecht.

Die deutsche Regierung hat selbst die vielen Flüchtlinge angelockt.

Angelockt werden Menschen vor allem durch den Wohlstand, den unsere Gesellschaft auffällig zur Schau stellt. Kriminelle Schlepper, die gut daran verdienen, nutzen das gewissenlos aus.

Die Grenzen müssen so schnell wie möglich geschlossen werden.

Wer selbst hinter Mauern und Stacheldraht gelebt hat, sollte sich diese Forderung gut überlegen.

Für DDR-Bürger, die für ihre Freiheit viel gewagt haben, hatten wir immer Bewunderung übrig.

Viele angebliche Flüchtlinge wollen nur ein Leben im Wohlstand.

Deshalb gibt es ein Anerkennungsverfahren, in dem so genau wie möglich geprüft werden muss, ob jemand in seiner Heimat tatsächlich an Leib und Leben bedroht gewesen ist oder nicht.

Die Einreisenden machen falsche Angaben, um als Kriegsflüchtlinge anerkannt zu werden.

Menschen suchen oft den einfachsten Weg, um etwas zu erreichen. Das ist unabhängig von Herkunft, Kultur und Religion. Hilfsbereitschaft kann immer und überall ausgenutzt werden.

Arbeitsfähige Männer würden in ihrer Heimat für Arbeit oder Verteidigung gebraucht.

Oft werden die ältesten Söhne von notleidenden Familien losgeschickt, um in Europa Geld zu verdienen mit der Hoffnung, dass sie ein besseres Leben bekommen. Auch in der Opposition gegen Diktatoren sind vorwiegend junge Männer aktiv.

Deutschland kann alleine nicht für alle Flüchtlinge Verantwortung übernehmen.

Das ist richtig. Für eine gerechtere Lastenverteilung sind zähe Verhandlungen mit den Regierungen anderer Länder nötig. Das Verteilungsprinzip sollte zugleich aber auch kommunal gelten.

Viele Ausländer wollen herkommen, wissen sich aber hier nicht ordentlich zu benehmen.

Wer unvorbereitet auf die Flucht geht, besucht vorher keinen Lehrgang über die Gepflogenheiten am Zielort. Vieles, was wir als „normal“ kennen, ist für Fremde ein großes Lernprogramm

Besonders junge Ausländer stehlen unbehelligt in Läden und Supermärkten.

Das tun deutsche Jugendliche zuweilen auch, obwohl sie an die Werbung und das verlockende Überangebot gewöhnt sind. Anzeigen von Straftaten gelten unabhängig von der Nationalität.

Mit den Ausländern kommt jede Menge Kriminalität und Gefahr ins Land.

Natürlich suchen Kriminelle jede Möglichkeit, in einem reichen Land agieren zu können. Wenn in jedem Ausländer ein potentieller Verbrecher gesehen wird, trifft es die Falschen.

Mit den Ausländern kommt jede Menge Kriminalität und Gefahr ins Land

Natürlich suchen Kriminelle jede Möglichkeit, in einem reichen Land agieren zu können. Wenn in jedem Ausländer ein potentieller Verbrecher gesehen wird, trifft es die Falschen.

Die Kirche unterschätzt die Gefahr einer religiösen Konkurrenz durch den Islam.

Wer als Christ bewusst seinen Glauben lebt, muss keine Angst haben, weil nebenan anders gebetet wird. Die große Mehrheit der Moslems in Deutschland sieht das umgekehrt ähnlich.

Im Islam werden die Rechte von Frauen systematisch mit Füßen getreten.

Das trifft teilweise zu. Auch in unserem Kulturkreis haben Frauenrechte lange gebraucht, um Anerkennung zu finden. Diskriminierung gegen Frauen ist nicht hinzunehmen, egal wo und durch wen.

Die Moslems verachten die Christen und nennen sie z.B. Schweinefresser oder Christenschweine.

Solche Äußerungen sind im Härtefall Straftaten. Achten wir auch auf unseren Sprachgebrauch und meiden diffamierende Begriffe wie Kümmeltürke, Spagettifresser, Polacke, Scheinasylant…

Die meisten hier Ankommenden wollen nicht einmal unsere Sprache lernen.

Obwohl deutsch für Ausländer schwierig ist, gibt es weit mehr Anmeldungen als Möglichkeiten zum Sprachunterricht. Wer anerkannt ist und bleiben darf, ist sogar zum Sprachunterricht verpflichtet.

Wer hier leben will, hat sich wenigstens unserer Lebensweise und Kultur anzupassen.

Das wird dann in guter Weise möglich sein, wenn Fremde unsere Gewohnheiten und Bräuche in einladender Weise miterleben dürfen. Trotzdem darf es Unterschiede geben.

Die Asylanten (1) nehmen den Deutschen die ohnehin knappen Arbeitsplätze weg.

Für Neuankömmlinge aus sicheren Ländern besteht grundsätzlich Arbeitsverbot. Wer bleiben darf, soll und will in der Regel selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen und dann auch Steuern zahlen.

Werden Flüchtlinge in Deutschland versorgt, sollten sie nützlich sein und arbeiten.

Wenn Arbeitsgelegenheiten geschaffen werden können, ist das gut und hilfreich. Ebenso würde Arbeit auch das Selbstwertgefühl und den Tagesrhythmus für Harz-IV-Empfänger verbessern.

Den Ausländern wir vom Staat viel zu viel Geld in die Hände gedrückt.

Die monatlichen Versorgungsbeträge für Asylsuchende liegen unter Harz IV, bei Ablehnung wird bis zur Rückreise gekürzt. In Erstaufnahmeeinrichtungen gibt es Sachleistungen statt Geld.

Die eigenen Erfahrungen mit ausreisenden DDR-Bürgern sind etwas völlig anders.

Das ist richtig, die Sogwirkung ist dennoch ähnlich. Nur wenige in die BRD ausreisewillige Personen waren an Leib und Leben bedroht. Im Vordergrund stand der Wunsch nach Freiheit.

Die Ausländer gehen gut angezogen und haben Handys. So sehen keine Flüchtlinge aus.

Die Bedürfnisse junger Menschen sind anderswo ähnlich wie bei uns, und ein Handy ist heute günstig zu kaufen. Leben die Verwandten weit entfernt, kann telefonieren sehr wichtig werden.

Heimatvertriebene sagen mitunter: Uns hat damals auch keiner geholfen.

Im Gegenteil: Sie fanden Aufnahme in den Häusern von Menschen, die oft selbst wenig besaßen. Wenn es schlimme Erlebnisse von Ablehnung gab, ist das heute ein Grund mehr für Verständnis.

Der Islam lehrt den „Heiligen Krieg“ und bedroht alle Andersgläubigen.

Handlungsanweisung aus dem Koran für Muslime gegenüber Andersgläubigen: Dir Deine Lebensweise, mir meine! Kein Zwang im Glauben!

(1) Die Endung –ant bei Asylant wie in Simulant, Ignorant, Denunziant ruft negative Assoziationen hervor. Der Asylant ist einer, der aus zweifelhaften Gründen Asyl sucht, der uns bedrängt, der das Grundgesetz ausnutzt. Daher ist der Begriff „Asylant“ abwertend und wird vorwiegend im rechten Spektrum verwendet.
(Zusammengestellt im Oktober 2015 von Pfarrern des Konventes Großenhain, überarbeitet durch die Diakonie Riesa-Großenhain gGmbH im Dezember 2015)



http://www.diakonie-rg.de/asylberatung_faq_mal_anders_de.html