25 Jahre Frühförderung

25 Jahre Frühförder- und Beratungsstelle
Vor Kurzem wurde ich von Bekannten gefragt, was mich an meiner Arbeit so begeistert, die ich nun bereits seit fast 25 Jahren ausübe. Für die Antwort brauchte ich nicht lange zu überlegen-ich wusste mehr als einen Grund:
Kinder sind unsere Zukunft – sie sind ein Schatz! Und diesem Schatz zur Seite zu stehen, ihn zu unterstützen und zu begleiten auf einem Stück Lebensweg, der sehr bedeutsam und prägend ist, ist sehr erfüllend.
Vor 25 Jahren - 1992 entstand unter dem Dach der Diakonie die Frühförder- und Beratungsstelle. Bis zu dieser Zeit gab es in unserem Teil Deutschlands keine solche Einrichtung. Was tun, wenn das eigene Kind Entwicklungsverzögerungen oder Defizite aufweist, zu früh geboren wurde oder durch ein Handicap beeinträchtigt ist. Den Fragen der Eltern Aufmerksamkeit zu schenken, die unausgesprochenen Sorgen wahrzunehmen, Verantwortung zu stärken und Entscheidungen zu unterstützen – das ist eine sehr bedeutsame und sensible Aufgabe, die so individuell ist wie jedes einzelne Kind. Und es sind starke Kinder, die sich ihrer Stärken, die in ihnen stecken, oftmals nicht oder noch nicht bewusst sind.
So entstand in der ehemaligen Poliklinik an der Mozartallee in Großenhain die Frühförder- und Beratungsstelle, die die Entwicklungsbegleitung und Beratung von Kindern mit Handicap und deren Eltern regional anbietet. Es entstand unsere Frühförderung, die sich passgenau an den jeweiligen Bedürfnissen der Ratsuchenden orientiert und von Anfang an dem multiprofessionellen Austausch, der interdisziplinären Komponente eine zentrale Rolle zugewiesen hat und dieses Konzept bis heute verfolgt. Die 25 Jahre von der Gründung bis heute haben unser Konzept bestätigt.Es entstand eine Frühförderung, die aus zahlreichen kleinen und größeren Herausforderungen Ziele entwickelte, deren Erreichen nur miteinander geschafft werden konnte. Wenn wir auf 25 Jahre Frühförderung zurückblicken können, so dürfen wir sagen, dass hier viele gemeinsam etwas Großartiges geschaffen haben. Das gilt sicherlich für die Gründungsphase, in der der Vorstand der damaligen Behindertenhilfe der Diakonie unterstützt von zahlreichen internen und externen Experten gemeinsam mit Weitblick und Engagement ein hervorragendes Konzept entwickelt und umgesetzt hat. In all den Jahren entstand etwas Wichtiges – eine kompetente Institution, eine Einrichtung, die sich mit verschiedenen Fachrichtungen gemeinsam abstimmt, um dem Kind die optimalsten Entwicklungsbedingungen zu ermöglichen. Unser interdisziplinär zusammengesetztes Team kooperiert mit unseren regional praktizierenden Kinderärzten und erfüllt die Aufgaben der Früherkennung, die Förderung und Therapie, die Beratung und Unterstützung der Eltern sowie die Vermittlung von Kontakten und weiteren Hilfen.
Auf 25 Jahre zurückblicken bedeutet auf Wunderbares zurückzublicken, auf Entwicklungen der Kinder und ihrer Eltern- bei dessen Zustandekommen mein gesamtes Team, bestehend aus ausgezeichneten, tüchtige und engagierten Fachkräften und ich ein kleines Stück beigetragen haben. Die Herausforderungen der vielseitigen Aufgaben sind es, die durch wertschätzendes Miteinander erreicht werden. Das ist dem immerwährenden Engagement aller Beteiligter für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Frühförder- und Beratungsstelle zu verdanken.

Simone Großmann
Leiterin der Interdisziplinären Frühförder- und Beratungsstelle

http://www.diakonie-rg.de/aktuelles_25_jahre_fruehfoerderung_de.html